Offene Galerie & Atelier
18. + 19. April 2026 | 11–17 Uhr
Jetzt neu zu entdecken im Nachlass von Uwe Michelsen
gezeigte große, detailscharfe Gemälde
Hingucker für ein inspirierendes Zuhause – zu günstigen
Preisen oder gegen Gebot | Kaffee & Kuchen
Weitere Termine nach Absprache
Uwe Michelsen:
Künstler, Lehrer, Finder
Manche Künstler machen es einem leicht – Uwe Michelsen war so einer.
Auch wenn seine Kunst auf den ersten Blick irritieren konnte, war sie voller Kreativität und Spontaneität. Ebenso originell waren seine Ausstellungstitel: „Altes neu erfinden“, „Vom Finder zum Erfinder“ oder „Fundstücke aus der DDR“ – schlicht, treffend, aussagekräftig. Sie spiegeln wider, was sein Werk über fünf Jahrzehnte durchzog: Michelsen war kein Suchender, sondern ein Finder. Passend dazu nannte sich auch die Ausstellung, die ihm der Museumsberg Flensburg 2013 widmete: „Fundstücke eines Künstlerlebens“. Eine vollständige Retrospektive konnte auch sie nicht sein – nur ein Einblick in das Wesentliche seiner Kunst.
Michelsen machte seine norddeutsche Heimat zum Kern seiner Arbeiten.
Nicht durch romantische Landschaften, sondern durch reale Objekte – Fundstücke vom Strand oder aus alten Gebäuden –, die er oft jahrelang aufbewahrte, bevor sie zum perfekten Moment in seine Werke einflossen. In seinem Atelier traf präzise Malerei auf scheinbares Chaos: Knochenkisten, zerbrochene Fensterrahmen, alte Eimer – dazwischen unzählige UHU-Tuben. Ein kreatives Durcheinander? Keineswegs. Frau Michelsen erklärte mir, dass alles seinen Platz hatte, nichts war Zufall. Seine Neugier, sein experimenteller Geist bestimmten sein Schaffen.
Ein Beispiel dafür ist ein alter Kochlöffel.
Bereits für den Ofen bestimmt, erinnerte sich Michelsen plötzlich an dessen Geschichte – zu schade zum Verbrennen. Er holte ihn zurück und verewigte ihn: einmal gemalt, einmal als Objektkunst in einem kleinen Altar. Erst Michelsens Blick machte aus dem Alltäglichen das Besondere.
So wurden viele Fundstücke zu Kunst.
Ein Schädel mit Einschussloch – stummes Zeugnis des Krieges – taucht in seinen Bildern ebenso auf wie real im Atelier, umgeben von Treibgut, Knochen und Plastikbändern. Diese Materialien kehren immer wieder: gezeichnet, fotografiert, geklebt. Auch das Kleben selbst wurde bei ihm zum künstlerischen Prinzip – seine UHU-Tuben verwandelte er in kleine Monumente.
Was bleibt, ist das Werk eines Finders.
Eines Künstlers, der dem Übersehenen Bedeutung verlieh und aus scheinbar Wertlosem etwas ganz Eigenes schuf.
schöpferische Etappen
Uwe Michelsens Kunst ist eine Reise durch viele schöpferische Etappen – geprägt von Neugier, Experimentierfreude und einem feinen Gespür für das Besondere im Alltäglichen.
1965
Haptik und Farbe
1975
Formen, Farben und Struktur
1980
Formen schaffen
1990
Surrealistische Verbindungen
2000
Finden und Erfinden
2005
Textur und Details im Duett
Sie interessieren sich für die Werke von Uwe Michelsen?
Derzeit wird der Nachlass des Künstlers aufgelöst. Wenn Sie Interesse haben, die Werke zu sehen oder zu erwerben, wenden Sie sich gerne an: info@uwe-michelsen.de





























